Sonntag, 16. August 2009

Schweden: Schärensommer Teil 1



Freitag, 31. Juli
8 Uhr morgens: Sauna .... eine ganz neue Erfahrung. Alfred macht die nächste Ausgabe des Blogs fertig. Dann gehen wir Einkaufen – mit Leiterwägeli. Monika findet einen weiteren Marimekko. Im staatlichen Alco-Laden kaufen wir Wein, auf Vorrat....15 Flaschen!!
Wieder zurück im Hafen machen wir noch einen Spaziergang auf die Schärenfelsen und finden Heidelbeeren, praktisch mitten in der Stadt.
Take away Pizza und eine Flasche Vino an Bord.

Samstag, 1. August
Happy Birthday Svizzera!
Zur Feier des Tages hissen wir an Backbord die Schweizer Flagge, oder „Fahne“, wie Monika sagt.
Leinen los, mit Kurs nach Schweden. Wenig Wind. Wir segeln 29 sm, mit Unterstützung des Flautenschiebers.
In Arholma machen wir in Vilösan, einem Naturhafen fest. Beim ersten Versuch sitzen wir mal wieder fest. Wir versuchen uns mit der Ankerleine freizuwinschen.... doch dann kommt schon ein kleines Motorboot zu Hilfe und schleppt uns wieder frei. Beim 2. Versuch klappt’s dann..... (Fortsetzung siehe Morgen beim Ablegen)
Lagerfeuerromantik mit 1.August Feuer und grillieren.
Wir stellen die Uhr wieder eine Stunde zurück, es wird jetzt wieder früher dunkel.


Sonntag, 2. August
Bevor wir loslegen gehen wir noch Heidelbeeren sammeln. So wie Monika beim Bücher lesen, ist Alfred beim Beeren lesen viel schneller. Im Nu sind 5 Toni Gläser gefüllt.
Beim Ablegen sitzen wir wieder „oder immer noch?“ fest, können uns aber selbst mit der Ankerleine freiwinschen.
Wir segeln die kürzeste Strecke auf dieser Reise, 3 sm, bist Arholma Österhamn.
Wir laufen eine ½ Stunde zum Westhafen zum Einkaufen. „Bullerbü“, wohin das Auge blickt. Ein grosser Teil der Insel gehört einer Stiftung (Skärgardstiftelsen). 70 Leute leben permanent hier, im Sommer 10 mal soviele.
Wir treffen die ersten Schweizer auf diesem Törn, Heinz & Beatrice aus Meilen. Sie waren dieses Jahr in den Hoga Kusten (High Coast).... landschaftlich wunderschön, kleine idyllische Häfen... – das könnte vielleicht ein Ziel für nächstes Jahr sein!

Montag, 3 August
Sonne. Blauer Himmel. Leichte Brise aus Nord. Über Skandinavien liegt ein „dickes“ Hoch.
Das ideale Wetter den Weg nach Süden über die äusseren Schären zu nehmen. Wir wollen heute nach Hultskäret. Als wir aber dort ankommen, hat der Wind zugenommen und wir finden kein geschütztes Plätzchen. Monikas Vorschlag, nach Hamskär zu gehen, löst bei Alfred anfangs keine grosse Begeisterung aus: ...“da waren wir ja schon 2 Mal.“ Doch dann finden wir dort ein schönes geschütztes Plätzchen, ganz allein für uns, an einem Felsvorsprung und sind einmal mehr begeistert von der Insel.

Dienstag, 4 August
Heute Morgen bei Sonnenaugang ist noch alles klar, ein weiterer Sonnentag. Doch beim Frühstück zieht plötzlich dichter Nebel auf. „Tööööt .....töööööt“ tuten die Nebelhörner, der vorbeiziehenden Fähren. Wir müssen bis Mittag warten bis sich der Nebel endlich auflöst.

Sonne. Blauer Himmel. Leinen los. Fast kein Wind. Wir tuckern mit Kurs Süd nach Stora Nassa. Viele Masten in der populären Bucht Guben an der Nordseite. Wir machen auf der Westseite von Bäckskäret fest.
Ankern: Jeder hat 3 Versuche: zu kurz.....hält nicht.... ok... Dann ein erfrischendes Bad ... und anschliessend Trocknen auf den warmen Felsen in der Abendsonne.

Mittwoch, 5 August
Sonne. Blauer Himmel. Ein leichtes Windchen aus N und später NO. Nach einem Morgenbad und Frühstück segeln wir weiter nach Süden, Ziel Hallskär. Wieder eine leichte Brise aus N – NO. Alfred trauert seinem Spinnacker nach, den er aus Platzgründen zu Hause lassen musste. Nach halber Strecke müssen wir wieder den Flautenschieber bemühen.
„Hallskär is a wonderful natural harbour with possibly the biggest and flattest rocks of the archipelago …..possibly one of the most popular natural harbours… “ sagt unser Hafenführer.
Wir zählen mehr als 50 Boote in der Bucht. „Hier bleib ich nicht“ meint Alfred, „zuviele Leute“. Doch dann finden wir ein Plätzchen gegenüber von den Badefelsen. Ganz allein für uns mit bester Aussicht .... wiedermal erinnert uns dann das Treiben an die Bilderbücher von Ali Mitgusch, die man immer wieder anschauen und etwas Neues entdecken kann.
ps. bei der Einfahrt hat es ein bischen gerumpelt.... „nahe am Ufer entlang, heisst halt nicht „zu dicht“!


Donnerstag, 6. August
Wetter & Wind: ditto. N – NO
Unsere Vorräte gehn langsam zu Ende. Wir nehmen Kurs auf Dalarö. Am Anfang mit Motor, dann kommt die Seebrise und wir können bis vor die Hafeneinfahrt segeln. Wir machen im Dalarö-Askfatshamnen fest. Dann geht’s ruckruck zackzack: Wäsche waschen, Einkaufen, Bancomat, ein Abendbad und die Post im Internet anschauen. Merci vielmohl, Allen, die uns geschrieben haben.


Freitag, 7. August
Monika macht noch einen Spaziergang + Beeren(Heidel-und Himbeeren) sammeln in den Schweizerdalen, einen Park gegenüber dem Hafen.
Um 12.00 Uhr heisst es dann wieder Leinen los. Dann müssen wir noch tanken, Karten schreiben, Glace essen.... und den Brennspiritus vergessen wir. Dann segeln wir mit leichter SO Brise mit Kurs Marskären/Lindskär.
Kurz vor dem Ziel begegnet uns eine der Schnellfähren nach Bornholm, die gerade von Nynäshamn ablegt. Prost Nägeli! Da gibt sogar Alfred Gas!
Wieder finden wir ein wunderschönes Plätzchen zum Festmachen. Kaum haben wir festgemacht, springen wir alle ins Wasser.


Samstag, 8. August
Ein weiterer Bilderbuchtag. Wir runden heute Landsort, Ziel ist Ringsön- Hummelsvikfjärden. Spannendes Segeln, mit engen Durchfahrten, ab und zu mit Kreuzen & „Gegenverkehr“. Wir finden wieder ein wunderschönes Plätzchen. Sprung ins Wasser (21°), inclusive Dixi, die laut bellend ihre Schäfchen wieder an Land treiben möchte.
Die ersten Preiselbeeren – die Ersten! Wir machen wieder ein Lagerfeuer und grillen Spareribs ... dazu Gschwelti und Salat.....mmmmmhhh!

Irgendwann kommt dann noch einer in einem Motorboot für ein Schwätzchen angetuckert. Er erkundigt sich, ob unser Hund ein „nice dog“ ist. Wir versichern ihm, dass er ganz sicher den Rehlein und ihren Jungen, wenn es solche auf der Insel gibt, nichts antut.
Dann fallen wir erschöpft, als ob wir den ganzen Weg gewandert wären, in unsere Kojen. Monika beklagt sich, dass sie nicht mehr zum Lesen kommt.